Es war 1996 in Wales, als mich das freie Geschichtenerzählen fand, das Erzählen ohne Buch. Bei einem Praktikum in einem Walisischen Kulturzentrums auf dem Schloß St. Donats Castle, sah mich der Leiter des ganzen an und sprach mich an: "Du musst Geschichtenerzählerin werden, das sehe ich in Dir". Er schickte mich in den Norden von Wales nach Ty Newydd zu einem Seminar.
Seit diesem Zeitpunkt ist es meine Mission, Menschen wieder an den Geschichtenstrom anzuschließen und ihnen alte/neue Perspektiven auf die Welt zu eröffnen. Geschichten sind das allumfassende Mittel, dahingehend zu wirken.

Der Geschichtenstrom
Dieser Geschichtenstrom fließt aus einem Reich, weit hinter dem Regen und dem Nebel bis in unsere Gefilde. Die Geschichten locken mit uralten Erfahrungen, Anreizen, mal „anders zu Denken“ und liefern ungewöhnliche Lösungen für noch heute virulente Problem. Hier kondensieren die facettenreichen Erkenntnisse der Menschheit und wandeln sich zu universalen Prinzipien. Das „Andere“ findet sich in den Geschichten als ein uraltes Erlebnis, das zu neuem Empfinden im Hören kommt und Menschen berührt.
Die Garantin des Inhalts der Geschichten
Garantin dieser Botschaften durch die Geschichten ist die Erzählerin. Im Moment des Erzählens ist alles Gesagte gegenwärtig, geschieht, wird Wahrheit. Sie ist Seherin und Beschreiberin. Sie ist die Verbindung zwischen dem Alten und Neuen. Sie zieht den Vorhang auf zur Anderswelt und erlaubt die Teilnahme am Erleben des dortigen Seins.
Sie haben Teil, wie sich die wunderschöne, aber kalte Edain zu einer Liebenden verwandelt und wieder Göttin wird. Sie erfahren, wie Feen Menschen beeinflussen und in ihr Reich ziehen. Manchmal entspringen diesem Ereignis Kinder, die die Geschichten der Anderswelt in die Menschenwelt bringen.